Marketing-Automation · 6 Min.

SALESmanago CDP: Warum Einführungen oft scheitern

monkydot E-Commerce-Team · · 6 min

Viele Shops nutzen SALESmanago, doch rund 80 % der Implementierungen, die wir sehen, setzen es nicht als CDP ein. Einen Newsletter aus SALESmanago zu versenden ist etwas anderes als ein System, das weiß, was sich ein Kunde vor zehn Minuten angesehen hat, und ihm daraufhin ein anderes Angebot zeigt.

Warum SALESmanago oft hinter den Erwartungen bleibt

Ein typisches Szenario: Der Shop kauft eine Lizenz, bindet ein Anmeldeformular an, richtet ein Pop-up mit 10 % Rabatt ein und betrachtet SALESmanago als eingeführt. Die Daten bleiben verstreut. Produktereignisse erreichen das Kundenprofil nicht, die Kaufhistorie liegt im ERP, und Segmente entstehen auf Basis von Newsletter-Öffnungen.

Die Folge: Workflows starten zum falschen Zeitpunkt, Empfehlungen sind zufällig, und das Marketing berichtet die Zahl versendeter E-Mails statt der Conversion Rate. Die Ursache liegt meist in der Datenarchitektur darunter, nicht im Werkzeug selbst.

Das Modell der Produktereignisse

Bevor wir den ersten Workflow aktivieren, erstellen wir eine Ereignis-Map: was der Kunde im Shop tut, woher jede Information stammt und wie sie ins 360°-Profil gelangt. Produktansicht, Warenkorb, Checkout-Start, Kauf und Retoure werden jeweils mit Kontext erfasst: Produkt, Preis, Kategorie und Herkunft der Sitzung.

Ohne diese Daten personalisiert SALESmanago auf Basis von Vermutungen. Mit ihnen weiß das System, wo der Kunde in der Customer Journey steht und wofür er sich interessiert. Der Unterschied in der Conversion zeigt sich meist schon im ersten Monat, nachdem die Daten sauber angebunden sind.

Drei Workflows, die die Einführungskosten zurückholen

Warenkorbabbruch mit dynamischem Inhalt: Statt eines allgemeinen „Sie haben etwas vergessen“ erhält der Kunde zum Beispiel „Ein linker Schuh in Größe 42 wartet noch. Heute das letzte Stück auf Lager.“ Winback auf Basis einer RFM-Segmentierung, das Kunden genau dann erreicht, wenn man sie statistisch zu verlieren beginnt. Cross-Selling auf Grundlage der tatsächlichen Kaufhistorie statt eines pauschalen „Andere kauften auch“.

Richtig konfiguriert und auf ein verlässliches Ereignismodell gestützt, holen diese drei Workflows die Kosten einer SALESmanago-Einführung im ersten Quartal wieder herein. Den Erfolg messen wir an Conversion und Umsatz.

Was der Status als offizieller SALESmanago-Partner bringt

Als offizieller SALESmanago-Partner erhalten wir früher Zugang zu neuen Funktionen, einen festen Technical Account Manager und können für unsere Kunden bessere Lizenzpreise verhandeln.

Wichtiger ist in der Praxis die Erfahrung mit Sonderfällen, die in der öffentlichen Dokumentation kaum beschrieben sind. Sie treten bei Integrationen mit Medusa.js, Comarch ERP und Akeneo auf: inkonsistente Produkt-IDs, Datenkonflikte zwischen Kanälen, API-Limits bei großen Katalogen. Besser, sie zeigen sich im Sprint als in der Nacht vor dem Cyber Monday.

/ Kurzfassung
  • SALESmanago arbeitet erst dann als CDP, wenn Produktereignisse im 360°-Profil ankommen
  • Warenkorbabbruch, Winback und Cross-Selling holen die Einführungskosten im ersten Quartal herein
  • Partnerstatus bedeutet bessere Lizenzkonditionen und Wissen über undokumentierte Sonderfälle
/ passende Leistungen

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