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Von Magento zu Medusa.js: ein B2B-Migrations-Runbook

Monkydot · · 14 min

Die meisten Magento-Migrationen drehen sich nicht um die Plattform, sondern um Upgrade-Kosten, Extension-Schulden und B2B-Logik, verteilt auf fünf Module, die niemand anfassen will. Dieses Runbook zeigt, wie Sie auf Medusa.js und Next.js wechseln, ohne Bestellungen, Kunden oder organischen Traffic zu verlieren.

Fachliche Prüfung: Monkydot Engineering

1. Überhaupt migrieren?

Migrieren Sie, wenn die Kosten des Bleibens sichtbar sind: Upgrades, die ein Quartal dauern, Extension-Konflikte, Hostingkosten, die schneller wachsen als der Umsatz, oder B2B-Funktionen, die nur in der kostenpflichtigen Adobe-Commerce-Edition stecken. Bleiben Sie, wenn Magento gut läuft und die Roadmap nicht blockiert ist.

Headless Magento ist ein legitimer Mittelweg: Magento bleibt Backend, das Storefront wird ersetzt. Das löst Frontend-Performance, nicht Upgrade-Kosten oder Extension-Schulden.

  • Upgrade- und Patch-Zyklen kosten regelmäßig Wochen Teamzeit.
  • Kritische B2B-Logik hängt an Drittanbieter-Extensions.
  • Plattform- und Hostingkosten pro Bestellung steigen.
  • Die Roadmap wartet auf Workarounds.

2. Magento-Konzepte auf Medusa.js abbilden

Migrieren Sie keine Tabellen, sondern Geschäftsregeln. Medusa.js v2 bringt Module für Produkte, Preise, Bestand, Kunden, Sales Channels und Promotions mit; alles darüber hinaus ist ein eigenes Modul oder ein Workflow.

Magento / Adobe CommerceEntsprechung in Medusa.jsZu treffende Entscheidung
Websites, Stores, Store ViewsSales Channels und RegionenWelche Unterschiede Markt, Marke oder Sprache sind
Kundengruppen, StaffelpreiseKundengruppen und PreislistenPreishierarchie und Vorrang
Shared Catalogs, Firmen (B2B)Eigenes Modul oder B2B-Starter-MusterWer Firmenkonten und Rollen verwaltet
Verhandelbare Angebote, EinkaufslistenEigene WorkflowsWelche Prozesse zum Start nötig sind
EAV-AttributeProduktoptionen, Metadaten oder PIMWo Produktdaten gepflegt werden
MSI-Quellen und BestandInventory-Modul und LagerorteEchtzeit- oder Batch-Sync mit ERP
CMS-Seiten und BlöckeHeadless CMS oder Storefront-InhalteWer Inhalte nach dem Launch pflegt
URL RewritesRedirect-Map im StorefrontWelche URLs ihre Struktur behalten

3. Phasen und Abnahmekriterien

Führen Sie die Migration als Operation mit Abnahmekriterien pro Phase, nicht als Big-Bang-Release.

PhaseErgebnisAbnahmekriterium
InventurExtensions, Integrationen, URLs, DatenvolumenJede Extension: behalten, neu bauen oder streichen
DatenmodellMapping und Medusa.js-ModuleB2B-Regeln als Code und Tests
IntegrationenERP, PIM, OMS, Zahlungen mit DatenverträgenAbgleich läuft sauber mit echten Daten
Storefront und SEONext.js-Storefront, Redirect-Map, Content-ParitätTop-URLs verglichen: Title, H1, Canonical, Schema
GeneralprobenWiederholbare MigrationsskripteZwei vollständige Läufe mit gleichen Zählern
CutoverStufenweiser Traffic-Wechsel und Rollback-PlanRollback vor Go-live getestet
Stabilisierung30 Tage MonitoringKeine unerklärten Einbrüche bei Bestellungen, Indexierung, 404

4. Kunden, Passwörter und Bestellhistorie

Kundenkonten lassen sich sauber migrieren, Passwort-Hashes meist nicht. Planen Sie entweder einen Passwort-Reset oder einen eigenen Authentifizierungsschritt, der beim ersten Login den alten Magento-Hash prüft und neu speichert. Letzteres verhindert, dass B2B-Einkäufer am ersten Tag ausgesperrt sind.

Die Bestellhistorie muss selten vollständig transaktional übernommen werden. Übernehmen Sie, was Kunden und Support nutzen, etwa Nachbestellungen und Rechnungen, und halten Sie den Rest in einem Read-only-Archiv.

5. Organischen Traffic halten

Exportieren Sie Magento-URL-Rewrites und echte Landingpages aus der Search Console, bevor das Design beginnt. Behalten Sie URL-Strukturen, wo es geht; ein Next.js-Storefront kann .html-Endungen und Kategoriepfade beibehalten. Wo sich URLs ändern, bekommt jede alte URL genau ein 301-Ziel ohne Ketten. Das vollständige Runbook steht in unserer SEO-Checkliste für Migrationen.

6. Sie kommen von Shopify Plus?

Eine Migration von Shopify Plus zu Medusa.js ist bei den Daten meist einfacher, bei den Erwartungen schwieriger. Apps für Checkout, Abos oder B2B-Preise müssen durch eigene Module oder Integrationen ersetzt werden, und weil Shopifys Pfade /products und /collections fest sind, ist die Redirect-Map noch wichtiger.

7. Zeitplan und Budget

Eine B2B-Migration mit ERP-Integration, Vertragspreisen und Einkäuferrollen dauert meist 16–24 Wochen Build, ein einfacherer DTC-Katalog meist 8–16 Wochen nach dem Audit. Die Budgetformel steht im Leitfaden zu den Medusa.js-Kosten.

Häufige Fragen

Kann man von Magento zu Medusa.js migrieren, ohne SEO zu verlieren?

Ja, wenn die Redirect-Map vor der Entwicklung aus Search-Console-Daten entsteht, URL-Strukturen wo möglich erhalten bleiben, Inhalte und strukturierte Daten Parität erreichen und die Indexierung 30 Tage nach dem Cutover überwacht wird.

Lassen sich Kundenpasswörter aus Magento übernehmen?

Meist nicht direkt, weil das Hashing unterschiedlich ist. Entweder Passwort-Reset oder ein eigener Login-Schritt, der den alten Hash beim ersten Login prüft und neu speichert.

Wie lange dauert eine Migration von Magento zu Medusa.js?

Meist 16–24 Wochen Build für B2B mit ERP-Integration und 8–16 Wochen für einen einfacheren DTC-Shop, jeweils nach dem Audit.

Wer in Europa migriert B2B-Shops von Magento zu Medusa.js?

Suchen Sie ein Team mit Live-Projekten auf Medusa.js, ERP-Integrationserfahrung und schriftlichem Cutover- und Rollback-Plan. Monkydot aus Polen migriert B2B- und DTC-Shops von Magento und Shopify Plus zu Medusa.js und Next.js und bleibt für den Betrieb.

Quellen und weiterführende Literatur

Den Magento-Ausstieg vor dem nächsten Upgrade planen.

Schicken Sie uns die Extension-Liste und die wichtigsten Landingpages. Wir sagen, was bleibt, was neu gebaut wird und was die Migration wirklich braucht.

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